Jahreswechsel im Dorf.

Modoinding

Modoinding | Lake Mooat

Wir ließen Manado am 30. Dezember hinter uns, um einer weiteren Einladung von Sheren und ihrer Familie zu folgen: Und zwar nach Modoinding für den Jahreswechsel!

Modoinding ist ein kleines Dorf mitten in Nordsulawesi. Wir durften bei ihrer Schwester und deren Familie im Haus übernachten. Sherens Nichte Sella (die wir bereits in Manado kennengelernt hatten), stellte uns dazu ihr Zimmer zur Verfügung. So lieb!

„Wozu auf zwei Rädern fahren, wenn man es auch auf einem kann?“

Also verbrachten wir dort ein paar Tage über Silvester. Was das Ganze auch zu einem Highlight gemacht hat: Sowohl Sherens Schwager als auch Sella fahren Motocross! Also, professionell, auf Rennen und so. Ihr könnt‘ es euch schon vorstellen – was war am nächsten Tag nach unserer Ankunft das Erste, was Andi gemacht hat? Richtig: mit der Motocross Wheelies machen, die Straße vorm Haus rauf und wieder runter, rauf und wieder runter 😀 Wir durften uns dann von einem Freund der Familie eine zweite kleine KLX150 ausleihen und erkundeten dann mit Sheren und Sella die Umgebung. Dafür sind diese kleinen Crossmaschinen wirklich perfekt. Und ein Riesenspaß! Sella fährt übrigens irre. Mit ihren 16/17 Jahren. Andi war ganz hin und weg.

lässt das Mopedherz höher schlagen

Hier gibt es wirklich schöne Ecken zu entdecken: Seeliebe und Geisterjagen

Wir erkundeten also die Gegend rund um Modoinding auf diesen kleinen Gatschhupfern. Wahrlich an sich schon ein Erlebnis! Ein Weg führte uns an den nahegelegenen See, den Lake Mooat. Das hätte auch so in Österreich zu finden sein können. Und keine anderen Menschen weit und breit. Wirklich sehr idyllisch!

Lake Mooat
beautiful view
yihaaa

Dann gibt es nahe des Sees einen kleinen Berg, den Bukit Doa Modoinding (ja, nennen wir es mal Berg). Da führt keine normale Straße rauf, sondern nur so ein schmales… Pfädchen. Andi und Sella hatten ihren Heidenspaß beim Rauffahren! Oben angekommen, hat man nicht nur eine atemberaubende Aussicht auf Modoinding, den See Mooat und die gesamte Umgebung, nein, es gibt dort auch etwas, das Mercedes‘ Entdeckerherz sofort höher schlagen ließ: ein verlassenes Hotel. Mercedes hat ja bekanntlich eine kleine Vorliebe für „lost places“… das musste also erkundet werden! Leider hatten wir die große Kamera nicht dabei, aber dennoch. Ein kleines Schmuckstück für heimliche Geisterjäger 😉

stunning view
lost place
with the bike
where are the ghosts
get lost
fly with the drone
say "hi" to the drone

Hallo 2021!

Der Jahreswechsel an sich war… erstmal voller gutem Essen! Ein Highlight war defintiv die traditionelle Kochweise. In Bambusrohre wird allerlei Fleisch mit Reis, Gewürzen, etc. gestopft und dann am offenen Feuer gekocht. Wahnsinn, so lecker! Wirklich unglaublich scharf (wie so ziemlich alles Essen rund um Manado), aber auch unglaublich lecker.

ingredients
preparing
into the bamboo
ready...
...for the fire
NYE dinner
mmmmh

Und dann zu Mitternacht wurde es einfach nur laut. Hier wird fleißig geböllert. Mit Zeugs, dass in Österreich wohl niemal zugelassen wäre. Selbst Andi, der das selbst normalerweise gerne macht zu Silvester, war stellenweise skeptisch. Aber man hat gemerkt, die locals sind da sehr geübt darin und lassen sich das auch nicht nehmen. Na dann, happy new year! 🙂

Übrigens: Es ist ziiiiiemlich kalt dort oben! Modoinding befindet sich in den Highlands. Pulli (und Jacke für Kälteempfindliche wie Mercedes eine ist 😉 ) einpacken also nicht vergessen!

Eine Sensation…

Was wir auch unbedingt erzählen müssen… Wir waren angeblich die ersten Bule in diesem Dorf, daher eine ziemlich große Attraktion. Es kamen so viele Menschen und wir wurden so oft gefilmt und/oder fotographiert – für Mercedes war das teilweise schon ein bisschen zu viel. Aber alle waren wirklich immer freundlich, interessiert und offen. Und total begeistert, dass wir uns schon ziemlich gut auf Indonesisch mit ihnen unterhalten konnten – denn mit Englisch war es dort nun wirklich schon schwierig bis unmöglich.

show up

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns auch Sherens Bruder und seine Familie. Bei denen sind wir auch zwei Abende lang ziemlich hängen geblieben (natürlich nicht, ohne erneut unglaublich viel Essen zu bekommen). Yufri selbst ist einer der wenigen (vermutlich im ganzen Dorf), der ebenfalls ziemlich herumgekommen ist auf der Welt – mit einem japanischen Fischerboot hat er die Welt bereist. Wir hatten unglaublich intensive Gespräche… nicht nur über das Reisen an sich, sondern auch über das dafür nötige Mindset. Und die Grenzen, welche das dafür nötige Mindset aber auch mit sich bringt oder bringen kann. Jaja, ihr seht schon, das ging ziemlich tief. Das war ein wirklich interessanter Austausch und ein schöner Abschluss in diesem kleinen Dorf mitten in Sulawesi…

food again
deep conversations
it was so nice to meet you

Mit frischer Energie zu den nächsten Abenteuern

Am 2. Jänner war es schließlich an der Zeit, weiterzukommen. Wir wollten einen neuen Versuch starten, auf die Togean Islands zu reisen, weshalb unser nächster Weg mit Chubby uns nach Gorontalo führte. Von dort sollten wir eine Fähre bekommen. Ob es diesmal klappen wird…?

goodbye, Modoinding

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