Status quo: Warum es hier gerade ein bisschen stiller war/ist.

Back in Bali

Wow, der letzte Post hier kam zum Jahreswechsel… Bitte entschuldigt unsere Abwesenheit die letzten zwei Monate hier auf dem Blog. Wir versuchen zwar, via Instagram und Facebook möglichst aktuell zu bleiben, aber auch dort sind wir mit den Posts noch ein wenig im Rückstand. Ich (Mercedes) versuche euch nun hier ein kleines Update zu geben und ich arbeite auch bereits an den Blog-Einträgen zu den Erlebnissen der letzten bereisten Stationen.

Aktuell sind wir wieder nach Bali zurückgekehrt. Anfang des Jahres haben wir ein paar Tage völlig remote auf den Togean Islands verbracht und dort festgestellt, dass es für uns Zeit wird nach Bali zurückzufahren, um generell wieder etwas Ruhe einkehren zu lassen. Nichtsdestotrotz wollten wir dies nicht auf demselben Weg tun, welchen wir gekommen sind. Daher hat uns unsere Reise mit Chubby im Jänner noch nach Kalimantan (Borneo und Java geführt), bevor wir schließlich in der letzten Jännerwoche wieder auf Bali eingetrudelt sind.

Warum es nun trotz bereits wieder mehrerer Wochen zurück auf Bali noch keine neuen Blogeinträge gegeben hat? Einerseits waren wir nach vier Monaten on the road und knappen 12.000 Kilometern einfach nur froh, mal wieder für längere Zeit im selben Bett schlafen zu können, nicht jeden Tag unseren Rucksack packen zu müssen und wieder etwas Stabilität in unseren Alltag zu bringen. Diese post-Reise-Erschöpfung hat meine Schreiblust völlig überdeckt. Und andererseits hatten wir beide nach den ersten Kilometern auf Bali sofort ein Aha-Erlebnis: Wow, das fühlt sich ja ein bisschen wie Heimkommen an!

Hoppla, Moooooment: Bali? Heimkommen? Was ist denn da los?

Tatsächlich stellten wir fest: Wir haben wohl einen Teil unseres Herzens an Bali „verloren“. Wir fühlten uns sofort wieder wohl und konnten es gar nicht erwarten, zurück nach Amed zu kommen, um dort erneut unsere Homebase einzurichten. Und wir wurden in unserem „Wohnzimmer“ mit offenen Armen und unglaublicher Herzlichkeit empfangen.

Gleichzeitig wurde uns dann aber auch in den darauffolgenden Tagen bewusst, wie schwer es werden würde, von hier Abschied zu nehmen. Und dann ist auch noch Cinta gestorben, kurz nach unserer Ankunft, als vier, maximal fünf Monate altes Kätzchen, nachdem es sich während unserer Indo-Rundreise wirklich prächtig entwickelt hat. Sie hatte mich sofort wiedererkannt nach unserer Rückkehr, sich auf meinem Schoß zusammengerollt und zufrieden geschnurrt, à la „…schön, dass du wieder da bist“. Die Kinder haben sich wirklich rührend um sie gekümmert, mit ihr gespielt und sie sehr lieb gewonnen. Und dennoch: Jedes Mal, sobald ich im See you again Café eingetrudelt war, haben mir beide (auch die kleine zweijährige Icha!) mir auf der Stelle das kleine Fellknäuel in den Schoß gelegt. Als das Kätzchen dann plötzlich völlig unerwartet tot aufgefunden wurde, hat diese Nachricht nicht nur mir fast das Herz gebrochen…

Wie geht’s also weiter?

Die letzten Wochen waren somit geprägt von langen, intensiven Gesprächen zwischen Andi und mir. Als wir vor nun bereits mehr als einem Jahr (ja, am 1. März hatten wir unser „travel anniversary“) zu dieser Reise aufgebrochen sind, hatten wir beide nicht damit gerechnet, so lange Zeit in einem Land zu verbringen und uns dort ein weiteres Leben aufzubauen. Innige Beziehungen einzugehen, an Menschen, Tieren und auch Orten hängenzubleiben.

Die Pandemie hat alles durcheinandergeworfen. Wir hatten quasi Pizza bestellt, und Sushi bekommen (danke, Miez, für diese Metapher – viel Liebe an dieser Stelle für dich!). Natürlich, das Sushi war großartig, und absolut das Beste, was wir uns als Alternative vorstellen können. Aber dennoch – nicht das, was wir eigentlich bestellt, worauf wir Appetit hatten. Dieser Aspekt muss ebenfalls Platz finden in unserer Reflektion über das vergangene Jahr.

Zu jetzigem Zeitpunkt ist ein unbeschwertes Welt-Bereisen, wie wir es uns erhofft hatten, nach wie vor nicht möglich und nicht absehbar. Und auch, wenn in unserer Brust nun zwei Herzen schlagen – diese Reise muss an irgendeinem Punkt ein Ende finden. Wie das aussehen soll, das versuchen wir gerade auszuloten.

Das sind mal so die wichtigsten Gedanken und Geschehnisse der letzten Wochen… Wir werden euch also über die weiteren Pläne am Laufenden halten – und die noch fehlenden Reiseberichte folgen, versprochen 😉


Cinta
🖤 Cinta (10.2020-02.2021). You stole our hearts in in Bali.

Kommentare

  1. Pingback: Status quo: Ein Ende... oder so? - AM Travel | Blog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.