Großstadtfeeling in Makassar.

Makassar

Wir waren nicht nur schon lange nicht mehr in einer Großstadt – wir waren vor allem schon lange nicht mehr in einer SÜDOSTASIATISCHEN Großstadt 😀

Für Mercedes war das doch ziemlich stressig, vor allem zu Beginn. Und unser erstes Hotel war… sagen wir mal, „nicht so der Burner“, daher wechselten wir nach zwei Nächten. Daraufhin checkten wir im Red Planet Makassar ein. Kleines Zimmer, aber sauber, mit Fenster und und moderner Einrichtung – dort passte es dann wirklich ganz gut und wir haben es ingesamt 5 Tage lang gut ausgehalten. Und diese Aussicht hat defintiv das Großstadtfeeling verstärkt.

view from the hotel room

Makassar war früher übrigens mal die Hauptstadt Indonesiens – daher kann man sich leicht vorstellen, dass es eine Stadt mit viel Gewusel ist. Aber für unsere Vorhaben natürlich optimal – denn Chubby brauchte dringend etwas Zuwendung. Wir wollten ein Service machen lassen und neue Reifen organisieren. Was sich übrigens als gar nicht so einfach herausstellte. Das Service war schnell bei Kawasaki organisiert, aber Reifen – Fehlanzeige. Da musste Andi etwas improvisieren und hat alle möglichen Läden abgeklappert, um schließlich zumindest mal einen passenden neuen Hinterreifen zu finden. Der vordere wird (oder muss) noch aushalten bis Manado.

Chubby gets a new rear tire
in the making
"a neues Batscherl für'd Chubby"

Zu den Preisen: Das Service bei Kawasaki hat uns insgesamt knapp 350.000 IDR (ca. 20 Euro) gekostet, der neue Reifen inkl. Montage 450.000 IDR (ca. 26 Euro).

Es gibt schon einiges zu sehen hier

Die Stadt selbst beeindruckte uns trotz der Anlaufschwierigkeiten. Sie liegt direkt an der Küste und hat einen sehr nett gestalteten Pierbereich mit kleinem Strand: Losari. Von dort aus hat man außerdem einen wunderbaren Blick auf die Moschee mit den 99 Kuppeln. Sieht schon seeeehr beeindruckend aus, muss man sagen!

99 domes mosque
pier in Makassar

Außerdem gibt es dort eine ziemlich beeindruckende Brücke, die Jembatan CPI:

view to the bridge CPI
CPI bridge
sky through the CPI bridge

Wenn man ein bisschen mehr in Sightseeing-Stimmung ist als wir, kann man hier sicher noch einiges mehr entdecken.

Omnomnom…

Kulinarisch bietet Makassar natürlich alles, was das Herz so begehrt. Unter anderem sind wir auch in der Warung Steak & Shake gelandet. Der Name ist Programm und man bekommt dort das Gericht auf einer brutzelnd heißen Platte serviert. Und diese Käsesoße… zum Reinlegen. Also ja – wirklich, wirklich lecker. Und außerdem sehr preiswert!

mmmh, steak

Außerdem, ein sehr nettes Café ist das My Coffee. Nicht nur, dass der Kaffee und die Mehlspeisen dort unglaublich gut sind (dieses Vulkankuchendings – unpackbar!), nein…

coffeelover

…dort findet man auch dieses großartige Bild:

world full of coffee

Also, falls jemand da draußen eine Freizeit-/Lockdownbeschäfitgung sucht (und zuviele Kaffeebohnen zuhause hat)… wir finden hundertpro ein Plätzchen dafür, wo auch immer es uns nach der Reise hinverschlägt 😉

Und zum Schluss noch eine schräge Geschichte.

Wir dachten uns: Lass uns doch einfach mal wieder in’s Kino gehen! Hier in Makassar haben die Kinos geöffnet. Die Filmauswahl ist relativ eingeschränkt, aber die Wahl fiel auf den neuen Film mit Bruce Willis. Da kann man nicht viel falsch machen, haben wir uns gedacht. Wir wollten online die Tickets bereits kaufen, allerdings ist dies mit einer nicht-indonesischen Debitkarte nicht möglich. Okey, macht ja nix, dachten wir, dann eben vor Ort.

Das ausgewählte Kino (aus einer indonesischen Kette) befand sich in einer riesigen Einkaufsmall ein bisschen außerhalb des Stadtzentrums. Wir waren relativ knapp dran, weil wir nicht damit gerechnet hatten, dass die Mall SO groß ist. Als wir das Kino endlich gefunden hatten, war es 5 Minuten vor Filmbeginn. Aber: Die Kinokassen waren geschlossen. Nur Onlinekauf der Karten ist möglich. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, dachten wir.

Nach diesem Reinfall waren wir ziemlich frustriert, beschlossen dennoch einen zweiten Versuch. Man kann über den Supermarkt auf ein Mitgliedskonto des Kinos ein Guthaben raufladen und von diesem die Tickets bezahlen. Da ist allerdings nur ein bestimmter Betrag möglich, der (natürlich!) nicht mit dem Preis der Tickets übereinstimmt, d.h. es bleibt ein Restbetrag übrig. Immer noch so günstig, dass wir uns dachten, versuchen wir. Hat tatsächlich geklappt, juhu, wir hatten Kinotickets und gaben dem ganzen einen neuen Versuch.

Wir waren sogar ein wenig früher dort, wir wollten schließlich noch Popcorn kaufen. Was ist ein Kinobesuch ohne Popcorn (Nachos, wenn man Andi fragt). Sagt man uns beim Kiosk: Nope. Kein Popcorn erlaubt im Saal. Whaaaat? Okey, also das mit dem Kino haben sie noch nicht so drauf, die Indonesier…

Aber gut, immerhin sind wir ja schon da und haben die Tickets. Wir setzen uns also in den Saal, nehmen Platz, schon kommt die Dame vom Einlass. Wir müssen uns auseinandersetzen. Auch, wenn wir gemeinsam gekommen sind. Immer ein Platz Abstand. Wir waren übrigens die einzigen Gäste auf dieser Seite des Kinosaals…! Oh Mann.

Und auch jetzt wird die Geschichte leider nicht besser: Denn auch, wenn sich bestätigt hat, was wir gehofft hatten, nämlich dass der Film im Original gespielt wird mit indonesischen Untertiteln (Infos dazu waren nicht auffindbar auf der Homepage, da pokerten wir ein bisschen) – der Film war leider so dermaßen schlecht, dass wir nach gut 50 Minuten schließlich gegangen sind. Wer uns kennt, weiß: Das ist noch NIE vorgekommen. Normalerweise ziehen wir das immer durch, sogar beim Netflixen… Hahaha ohje ohje…

Trotzdem können wir sagen: Wir waren in Indonesien im Kino (oder so).

at the cinema in Makassar
social distancing

Aber immerhin hatten wir einen pole-position-Parkplatz ganz für uns allein. Es gibt dort tatsächlich eine kleine Parking Area explizit nur für große Motorräder (wie unten erkennbar ausgeschildert) – unüblich ist deshalb, weil die meisten Indonesier ja doch mit Scootern oder kleineren Motorrädern unterwegs sind. Da hat sich Chubby natürlich geehrt gefühlt 😉

Parkplatz nur für große Motorräder!

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