Status quo: Und nun?

Vieles passiert gerade um uns herum. Wir haben uns nun wieder länger nicht gemeldet, da sich die letzten Wochen sehr ambivalent gestaltet haben. Ein, zwei Tage nach unserem letzten Post tauchten die ersten Gerüchte auf, dass die Emergency Stay Permits bald enden würden. Dann kam am 13. Juli eine offizielle Mitteilung seitens der indonesischen Regierung und bestätigte die Befürchtung: Mit diesem Tag sind nun diese Ausnahme-Aufenthaltsgenehmigungen aufgehoben und je nach Visumsart habe man nun unterschiedlich lange Zeit, Indonesien zu verlassen.

In unserem Fall: Wir haben bei der Einreise ein kostenloses Visum für 30 Tage erhalten, da wir ja geplant hatten, bereits drei Wochen später nach Singapur und Malaysien weiterzureisen. Dies bedeutet, unser Visum kann nicht verlängert werden und somit haben wir ab dem 13. Juli 30 Tage Zeit, das Land zu verlassen.

Schlechte Neuigkeiten also für uns

Was folgte: Gefühlschaos. Was sind also unsere Optionen?

...weiterreisen in SOA? Immer noch nicht möglich.
Die Nachbarländer in SOA sind bis auf weiteres für international Reisende geschlossen. Aktuell bis mind. 31. August – also leider noch zu lange für unser Limit. Und jeder Tag Overstay in Indonesien würde uns pro Nase 1 Mio. IDR kosten – das sind umgerechnet ca. 60 Euro! Und da sich die Lage bezüglich Covid-19 weltweit erneut zu verschlechtern scheint, können wir nicht davon ausgehen, dass eine Weiterreise in SOA in absehbarer Zeit möglich sein wird.

…weiterreisen in ein europäisches Land? Zu teuer, falls wir dort ebenfalls länger festsitzen.
Die wenigen Ländern, die bereisbar und reizvoll wären (wie beispielsweise Island), sind für uns leider aktuell auch keine Option. Denn wenn es dort ebenfalls erneut zu umfassenden Lockdowns kommt und wir dort festsitzen, dann ist unser Reisebudget schneller aufgebraucht als wir den Namen des Landes aussprechen können.

…zurück nach Österreich? Aktuell über Umwege möglich, aber was dann?
Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, dann tun wir das natürlich. Aber für uns beide ist klar, dass dies noch nicht das Ende der Reise sein kann! Was sind also unsere Möglichkeiten zurück in Österreich? Kurzfristig ein Dach über den Kopf zu haben ist gesichert. Wie wäre es also damit, die Motorräder fertig zu machen, ein Zelt zu schnappen und Österreich + Umgebung zu bestaunen? Das wäre verhältnismäßig günstig, aber wie lange können wir das machen? Also doch lieber neue Wohnung und Arbeit suchen? Ne, macht noch weniger Sinn, denn es soll ja nur eine Übergangslösung sein. Aber wie lange wird dieser Übergang denn dauern? Hm. In dieser Option sind ebenfalls noch zu viele Fragezeichen enthalten.

Was wir also aktuell tun:

Wir glauben, dasss dies seitens Indonesien nicht die endgütltige Lösung für die Visa sein kann. Von aktuell rund 7.000 Reisenden, welche sich noch auf Bali aufhalten, wäre ca. die Hälfte (!) davon betroffen, die Visa nicht verlängern zu können, da diese wie wir mit einem kostenlosen Visa noch im Land sind. Und jeder davon ist sicher bereit, für eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung zu zahlen, wie es üblich wäre, denn jeder ist dankbar für die vergangene unkomplizierte Lösung des Emergency Stay Permits.

Denn auch für uns ist nach Abwägen aller Möglichkeiten die Wunschlösung eine Verlängerung der Visa für Indonesien!
Wir möchten von diesem Land gerne noch mehr sehen (jaaa, Inlandreisen sind inzwischen mit Rapid-Tests wieder möglich!) und dies optimalerweise noch so lange, bis wir endlich weiterreisen können.

Und wie bereits zu Beginn der Covid-19-Krise passiert gerade folgendes: Mind. alle zwei Tage kommen neue Informationen. Eine davon schwirrt seit einigen Tagen durch das Internet und könnte für uns und alle Free-Visa-Holders eine Möglichkeit bieten, nun doch zu verlängern. Aber solange dies noch nicht von offizieller Seite schwarz auf weiß bestätigt ist, sind wir damit vorsichtig.

Fakt ist: Es wird nun Schlag auf Schlag gehen mit der Entscheidung, wie unsere gewünschte Weltreise weitergeht – denn bis zum 11. August ist es nicht mehr lange. Wir werden dich auf dem Laufenden halten!

Achtung geboten

…ist übrigens bei Beauftragung eines Visa-Agenten! Es gibt hier die Möglichkeit, von professionellen Locals die Behördengänge erledigen zu lassen gegen Bezahlung. Das kann oftmals in diesem Dschungel an sich stets ändernden Regulationen natürlich von großem Vorteil sein. In die aktuelle Situation mischen sich allerdings auch einige unseriöse Angebote: Es wird einerseits mit Informationen gehandelt, welche noch nicht offiziell sind, andererseits werden teilweise wirklich horrende Summen verlangt. Es empfiehlt sich ein kritischer Blick, Austausch mit anderen Betroffenen und die Eigenrecherche hinsichtlich der Informationen und Preise.

Kommentare

  1. Pingback: Status quo: Mercedes hasst warten. - AM Travel | Blog

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